Glossar A-Z

AUTOMATIK

 Die Armbanduhr mit automatischem Aufzug ist heutzutage bei den meisten Luxusuhren das Werk der Wahl.
Fast alle Hersteller unterhalten eine breite Palette von Armbanduhren mit Automatikwerk.
Hier wird das Werk durch einmaliges aufziehen und dann die tägliche Bewegung des Trägers der Uhr sozusagen „am Leben“ erhalten.
In aller Regel beträgt die sogenannte „Gangreserve“ – nach deren Ablauf die Uhr erneut aufgezogen werden müsste – 36-48 Stunden.

ATMOS

Die ATMOS von Jaeger Le Coultre ist ein Meilenstein der Uhrmacherkunst. Sie ist nicht nur durch ihr markantes Aussehen zu einer der bekanntesten Tischuhren geworden, auch ihre einzigartige Technik begeistert Uhrenliebhaber auf der ganzen Welt. Die Faszination, dass diese elegante und luxuriöse Uhr durch Temperaturschwankungen mit Energie versorgt wird, ist noch immer wirklich verblüffend.

Die ATMOS-Serie raubt einem mit ihrer einzigartigen Idee den Atem, denn in der ATMOS befindet sich ein ganz speziell entwickeltes Gasgemisch welches sich bei Temperaturschwankungen ausdehnt oder zusammenzieht. Genau durch diesen Prozess zieht sich diese Uhr auf ganz natürlich Weise auf, ohne dass man aktiv werden und selbst aufziehen muss.

Die vielen Liebhaber dieses Modells sind besonders durch den komplexen Mechanismus begeistert auch dadurch, dass man das komplexe Werk durch das Glasgehäuse  aus jedem Winkel betrachten kann.


 

BÄNDER

Das Armband einer Luxusuhr ist einer der wesentlichen Aspekte beim Kauf einer hochwertigen Armbanduhr. Wir wollen Ihnen hier einige Hinweise geben die besonders beim Onlinekauf von Markenuhren wichtig sind. An ein Metallband, sei es nun aus Stahl oder Gold, sind naturgemäß andere Erwartungen zu richten als zum Beispiel an ein Lederband.

Bei einem Uhrenarmband aus Metalll beispielsweise ist besonders darauf zu achten, wie einfach sich die Länge verändern und anpassen lässt, denn der Armumfang ändert sich geringfügig, je nach Klima und Umweltverhältnissen.  Hierzu haben sich die Luxushersteller wie Breitling, TAG Heuer, IWC, und Omega, einige patentierte  Schnellverstellungen einfallen lassen. z.B. durch "einfalten" eines halben Gliedes in die Schließe.
Bei einem Lederband wiederum ist die Frage der Farbe das Hauptkriterium. Danach ist die Frage wichtig,  ob es Kalbleder oder z.B. Krokodilleder sein soll.
Dies sind alles Dinge die es einem ermöglichen seine Luxusuhr etwas individuell zu gestalten. Auch hier haben die großen Uhrenhersteller eine breite Palette von Farben und Materialien in Auswahl.
Insbesondere möchte ich hier IWC erwähnen , die für meinen Geschmack  die schönsten und am hochwertigsten verarbeiteten Lederbänder anbieten.
Das Modell  Big Pilot z. B. ist mit einem extrem widerstandsfesten Büffellederband ausgerüstet welches es in schwarz und braun zu wählen gibt.

BRONZE UHREN

Kupfer-Zinn-Legierung, die für Uhrengehäuse seit dem 16. Jahrhundert benutzt wird und in den letzten Jahren ein gewisses Revival erfahren hat.
Die heutzutage angebotene Bronze Uhr hat, wie z.B. diese Zenith Pilot, in der Regel einen gewissen "used look" und ist oft mit entsprechend aussehenden Bändern ausgestattet.
Oft hat der Käufer einer solchen Variante auch einen Oldtimer oder ein Motorrad in seiner Garage stehen.

CALIBER

 

oder auch Kaliber. Die Frage nach der Bedeutung dieses Begriffes ist eine häufig gestellte.
Das Caliber benennt die vom Hersteller des Uhrwerkes, also einer Manufaktur, dem jeweiligen Werk zugeteilte Bezeichnung , in der Regel eine Zahlen -oder auch Zahlen und Buchstabenkombination.
Für den Hersteller und auch den Uhrmacher ergeben sich daraus die Form und Größe des Werkes, sowie die Zugehörigkeit der zu ersetzenden Teile.
Hier ein kleiner Überblick über besonders berühmte Caliber:

Zenith „El Primero“ das berühmteste Chronographenkaliber wurde 1962 von der Manufaktur ZENITH entwickelt und sollte nicht weniger als das beste Chronograohenwerk der Welt werden.Es gab die Varianten 3019 PHC mit Datum und 3019 PHF mit Datum und Mondphase.
Dieses Werk schaffte es modifiziert  im Jahre 1988 sogar bis  in die „Daytona“ aus dem Hause Rolex.
Es wurde dann bis ins Jahr 2000 verwendet und fand seinen Nachfolger im hauseigenen Rolex-Kaliber 4030, welches bis heute verwendet wird.
 
ETA 2824-2, ein weit verbreitetes und ausgesprochen zuverlässiges Automatikwerk mit Datum. Dieses wird unter anderem in Uhren der Firmen
Certina, Mido, Mühle, Meistersinger, Junghans und Hamilton verwendet.
 
Valjoux 7750 (Automatik-Chronograph) und 7751 (Automatik-Chronograph mit Kalender.
Diese finden oder fanden in der Vergangenheit auch Verwendung in Uhren der Spitzenmarken, wie z.B. IWC, Omega und Breitling 

CHRONOMETER - COSC

Die Abweichungen können durch äußere Einflüsse, wie Temperatur- oder Luftdruckänderungen hervorgerufen werden. Die normale Abweichung der Ganggenauigkeit liegt in der Regel zwischen 10 und 30 Sekunden/Tag. Dieser Wert kann bei hochwertigen Uhren auf 6 Sekunden/Tag sinken.
Auch eine Uhr mit dem Titel „offizieller zertifizierter Chronometer“  hat trotz vieler Tests eine kleine Abweichung. Solange diese sich zwischen + oder - 4 bis 6 Sekunden handelt kann sie ein Chronometer-Zertifikat erhalten.
Ein Werk, das täglich (86.400 Sekunden) um 30 Sekunden von der offiziellen Zeitnorm abweicht, besitzt eine arithmetische Fehlerquote von 0,035%. Ihr Genauigkeitsgrad liegt bereits bei erstaunlichen 99,965%. Chronometer können Werte erreichen, die bei 0,005% liegen

Quelle Wikipedia: Als offizielles Chronometer darf sich eine Uhr nur dann bezeichnen, wenn ihr Schweizer Uhrwerk eine Prüfung (nach NIHS 95-11 / ISO 3159) des unabhängigen Schweizer Observatoriums Contrôle officiel suisse des chronomètres (COSC) bestanden hat. Erhält das Werk einer Uhr das COSC-Zertifikat, so versieht der Hersteller die Uhr üblicherweise mit dem Schriftzug Chronometer. Nach bestandener Prüfung erhält das Werk ein entsprechendes Zertifikat, das seine Ganggenauigkeit bescheinigt. Es enthält folgende Informationen:

Prüfkriterium

Toleranz

 

Abk.

Werk > 20 mm

Werk < 20 mm

mittlerer täglicher Gang

M

−4 bis +6 sek/Tag

−5 bis +8 sek/Tag

mittlere tägliche Gangabweichung

V

max. 2 sek/Tag

max. 3,4 sek/Tag

größte Gangabweichung

Vmax

max. 5 sek/Tag

max. 7 sek/Tag

Differenz zwischen horizontal und vertikal

D

−6 bis +8 sek/Tag

-8 bis +10 sek/Tag

größte Differenz zwischen dem mittleren täglichen Gang und einem der Gänge

P

max. 10 sek/Tag

max. 15 sek/Tag

 

 

 

 

 

DIFFERENZBESTEUERUNG

Beachten Sie bitte bei besonders "günstigen" Angeboten, ob die Krieterien für eine wirklich neue Uhr gegeben sind. Vielfach wird die sogenannte Differenzbesteuerung angewendet obwohl es für Neuware illegal ist. Es sollte also auf jeden Fall die MWST in der Rechnung ausgewiesen werden.

Die Differenzbesteuerung ist beim Handel mit bereits gebrauchten beweglichen körperlichen Gegenständen von Bedeutung. Mit ihr soll vermieden werden, dass beim Wiederverkauf auf den gesamten gebrauchten Gegenstand nochmals in voller Höhe Umsatzsteuer berechnet wird.

Bei der Differenzbesteuerung unterliegt nur die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis der Umsatzsteuer. Die Differenzbesteuerung kommt nicht zu Anwendung bei Eigennutzung des erworbenen Gegenstandes durch das Unternehmen oder beim Erwerb zu privaten Zwecken.

Für die Anwendung der Differenzbesteuerung wird vorausgesetzt, dass ein Wiederverkauf vorliegt, der Gegenstand im Gemeinschaftsgebiet erworben wurde und der Verkäufer beim Verkauf an Wiederverkäufer keine Umsatzsteuer schuldet oder dass der Verkäufer unter die Differenzbesteuerung fällt.

Ein Wiederverkäufer ist ein Unternehmer, der gewerblich überwiegend Gebrauchsgegenstände erwirbt und selbst wieder verkauft. Dies ist zum Bespiel bei Gebrauchtwarenhändlern der Fall.

Der Begriff »Differenzbesteuerung« wird im allgemeinen Sprachgebrauch gleichbedeutend mit »Gebrauchtwagenbesteuerung« verwendet.

EBAUCHE

ein Uhrwerk ohne Zifferblatt, Zeiger und Gehäuse. Viele Uhrenmarken beziehen Rohwerke in größeren Mengen und lassen sie dann durch ihre Uhrmacher modifizieren.Siehe hierzu auch unter dem Begriff Caliber einige Beispiele. Breitling hat z.B. jahrzentelang Rohwerke bezogen und mit im Hause entwickelten Modifikationen endmotiert.
 

EWIGER KALENDER

Komplizierte Zusatzeinrichtung vor allem bei mechanischen Uhren zur Anzeige von Datum, Wochentag, Monat, Jahr und Mondphase und mit der Berücksichtigung von Schaltjahren. Uhren mit ewigem Kalender sind wegen ihrer geringen Produktionsstückzahlen und der umfangreichen Konstruktion- und Herstellungsaufwendungen nur im oberen Preissegment zu finden. ein sehr berühmter und vergleichsweise günstiger Ewiger Kalender ist in der Serie "Da Vinci" von IWC zu finden. Auch Jaeger LeCoultre bietet noch einigermaßen bezahlbare "Ewige" an.

 

FEINREGULIERUNG

Vorrichtung einer Uhr zur besonders genauen Regulierung. So geschieht bei Armbanduhren die Feinregulierung beim Hersteller oder später beim Uhrmacher beispielsweise mit Hilfe von Abgleichschrauben an der Unruh, einer Schwanenhalsregulierung oder einen Rücker, der mit einem indirekten Hebel verstellt werden kann. Bei einer Kamin Uhr, wie z.B. der Jaeger LeCoultre Atmos wird die Feinregulierung nach dem Aufstellen der Uhr durch justieren einer mit Schauglas integrierten Wasserwaage vom Kunden selbst vorgenommen.

FLYBACK - CHRONOGRAPH

Bei Flyback-Chronographen wird die  Stopp-Zeitmessung durch einmaliges Betätigen eines Drückers angehalten und der Zeiger zurück auf null gestellt, beim Loslassen des Drückers beginnt sofort ein neuer Stoppvorgang. Sehr attraktive Modelle finden Sie in unseren Angeboten beispielsweise bei Zenith oder Blancpain
 

GANGRESERVE

Einige Hersteller wie z.B. JLC (Jager Le Coultre) oder auch IWC (International Watch Company) haben Modelle mit besonders hoher Gangreserve. Bei JLC ist es z.B. das Modell „Master Eight Days Perpetual“ ,sowie IWC Modell Portugieser 8 Tage , beide mit 8 Tagen, ca. 200 h Gangreserve.
Den aktuellen Zustand der Gangreserve kann man üblicherweise auf einer zusätzlichen Anzeigeskala auf dem Zifferblatt erkennen.

GMT

Greenwich Mean Time, auch mittlere Sonnenzeit Greenwich. Ausgehend vom 0 - Meridian der durch Greenwich verläuft ist GMT zugleich die Weltzeit oder Universalzeit.
Das Greenwich-Observatorium in der Nähe Londons wurde 1675 errichtet. Für das Navigationswesen und den internationalen Funkverkehr gilt heute die Greenwich-Mean-Time, d.h. die mittlere Zeit von Greenwich. Naheliegend ist daher für viele Uhrenhersteller, eine Uhr zu produzieren, welche als Zusatzfunktion eine einstellbare GMT anzeigt. Üblicherweise durch eine drehbare Lünette oder einen zusätzlichen Zeiger, jeweils im 24h - Format.
Eine Auswahl unserer GMT - Uhren finden Sie hier zusammengefasst.

HANDAUFZUGSUHR

mechanische Uhr, bei der die Zugfeder täglich mit Hilfe der Aufzugs-Krone von Hand gespannt werden muss. Eine Handaufzuguhr muss täglich aufgezogen werden, weil die Zugfeder nur für eine Gangreserve von etwa 36 - 40 Stunden sorgt. Auch heute wewrden noch viele Handaufzugsuhren angeboten, da diese Mechanik eine geringere Bauhöhe des Gehäuses erlaubt und nach wie vor viele Freunde hat, die sich gerne täglich (möglichst zur ungefähr gleichen Zeit) mit ihrer Armbanduhr beschäftigen. Insbesondere die alten, klassischen Hersteller wie IWC , Nomos, Jaeger LeCoultre, oder auch Blancpain haben nach wie vor etliche Handaufzugsuhren im Programm.Bei JLC insbesondere fast alle Reverso-Modelle und die Serie Ultra-thin
Es gibt auch bei Zenith eine gleichnamige Serie Ultra-Thin.

INCABLOC

Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei Uhren. Eine Stoßsicherung, die in den 50er Jahren für Armbanduhren entwickelt wurde und heute die meistverwendete ist. Als die Erfindung noch relative jung war, druckte fast jeder Uhrenfabrikant das Wort "Incabloc" auf sein Zifferblatt, um auf die besondere Qualität der Uhr hinzuweisen. Heutzutage ist die Stosssicherung kein beonderes Qualitätsmerkmal mehr, sondern eher selbstverständlich.

JAHRESKALENDER

Ein Jahreskalender ist ein Mechanismus, bei dem bei einer Uhr das Datum nur einmal im Jahr (je nach Schaltjahr am Ende des Februars) eingestellt zu werden braucht. Im Unterschied dazu sind Uhren mit ewigem Kalender imstande, auch die Schaltjahre ohne manuellen Eingriff richtig anzuzeigen.

KAMINUHR

ehemals eine auf die Kaminverkleidung zu stellende Uhr. Die Bezeichnung Kaminuhr ist eher allgemein. Eine modernere Variante der Kaminuhr ist die von Jaeger LeCoultre angebotene Atmos mit ihrer einmaligen Technik und zeitgemäßem Äusseren.

LÜNETTE

Glasreif eines Gehäuses, der mit dem eingepressten Glas auf das Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt oder verschraubt wird. Lünetten werden auch oft zur Darstellung von Masseinheiten wie z.B. Tachymeter - oder Stundenskalen. Sehr funktionell waren in dieser Hinsicht schon früh die Uhren-Lünetten der Pilotenuhren von Breitling, sowie bei den Taucheruhren des Modells Fifty Fathoms von Blancpain

MANUFAKTUR

als "Manufaktur" dürfen sich diejenigen Hersteller bezeichnen, welche sowohl die Hauptbestandteile ihrer Uhrwerke, wie auch weitere wesentliche Teile der Uhr im eigenen Betrieb entwickeln und herstellen. Das ist zwar ein sehr hoher Kostenaufwand bei Einführung eines neuen Uhrenkalibers, zahlt sich aber dadurch aus, dass die Wertschöpfungskette besser genutzt wird und keine Werke zugekauft werden müssen. Ausserdem erhöht es natürlich das Renomme und den Marketingwert einer Uhrenmarke. Typische Beispiele einer Manufaktur sind die Firmen Rolex, Omega, Jaeger Le Coultre, Hublot, IWC, Blancpain, Breguet, Breitling und Zenith.

Der Begriff "Manufaktur" bedeutet aber nicht, dass ALLE Werke und Teile im eigenen Hause hergestellt werden, so ist z.B. bei Breitling darauf zu achten, ob das Modell bereits ein eigenes Kaliber hat, oder noch ein zugekauftes ETA-Werk montiert ist. Fragen Sie gegebenenfalls einfach bei Ihrer Bestellung danach.
 

MONDPHASE

Gibt bei korrekterGrundeinstellung den Stand des Mondes als Bild oder Zahl an (Mondalter: 1 bis 29,5 Tage). Dies erfolgt meist mit Hilfe einer hinter einem Ausschnitt bewegten, Scheibe mit Abbildung des Mondes. z.B. haben wir folgende Modelle mit Mondphasenanzeige auf unserer Seite:

NEUENBURG

ist mit seinen Teilgemeinden La Chaux de Fonds und Le Locle seit alters her ein bedeutender Sitz diverser Uhrenmanufakturen, wie z.B. Zenith, Panerai,
TAG Heuer oder auch Ulysse Nardin

 

NULLSTELLUNG

Bei Stoppuhren die Startstellung der Zeiger vor Beginn der Messung. Dabei stehen der Sekunden-, Stopp- und Minutenzählzeiger auf Null. Die Herzscheibe, die über Hebel von der Krone geschaltet wird, bewirkt das Zurückspringen der Zeiger auf die Nullstellung.
Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man Uhren mit dieser Funktion Chronographen (Zeitschreiber) im Gegensatz zum Chronometer (bestimmte Ganggenauigkeit) was leider häufig verwechselt wird.Eine breite Auswahl von Chronographen verschiedenster Preislagen finden Sie hier

OBSERVATORIUM

Einige  Observatorien führen einen chronometrischen Dienst durch, der Uhren verschiedener Größen und Konstruktionsarten zur Prüfung der Gangleistungen entgegennimmt, Gangscheine (COSC) ausstellt und früher auch Wettbewerbe durchführte. Siehe auch topic "Ganggenauigkeit". Das erste Observatorium, das einen solchen Chronometerdienst entwickelt, eingeführt und intensiv betrieben hat, war das Royal Observatory im englischen Greenwich, das um 1766 die ersten Prüfkriterien erarbeitete. Die Zusammenarbeit der Chronometerhersteller mit den Observatorien war von großer Bedeutung für die Entwicklung der mechanischen Präzisionsuhren. In Deutschland versah bis 1945 die Deutsche Seewarte in Hamburg diese Aufgaben, in Frankreich das Observatorium in Besancon und in der Schweiz die Observatorien in Neuchatel und Genf.

PERPETUAL CALENDAR

siehe auch unter "Ewiger Kalender" . Hier eine Zusammenfassung unserer Kalenderuhren .

QUARZUHR

Die Quarzuhr, deren Einführung für den allgemeinen Gebrauch Anfang der 70er Jahre begann, wurde dann Mitte der 70er zu einer ernshaften Bedrohung der schweizerischen und auch deutschen Uhrenindustrie welche nicht auf den „Quarzzug“ aufgesprungen war.

Zu dieser Zeit waren die Japaner,  insbesondere die Fa. Seiko, die unangefochtenen Marktführer.
Omega und ja, sogar Rolex, Patek Philippe,  und Piaget  , insgesamt 20 Schweizer Firmen  entwickelten  bereits in den 60er Jahren ein eigenes Quarzkaliber mit der Bezeichnung Beta 1 und Beta 2. Dies basierte auf elektromagnetischen Schwingungen. 1969 gingen dann Omega mit dem Modell „Seamaster“, Rolex mit den Modellen Oysterquartz Referenz 5100 „Datejust“ und “ Daydate“ sowie Patek Philippe Referenz 3587, Piaget 14101, sowie eine IWC Da Vinci. Alle diese Modelle nutzten das gemeinsam entwickelte Kaliber Electroquartz Beta 21.
Der Erfolg blieb bescheiden, obwohl die Ganggenauigkeit für die damalige Zeit bei sensationellen 5 sec/Monat lag.
Nachteilig war die erhebliche Größe und Dicke des Werkes, was unweigerlich zu etwas „klobigen“ Gehäusen führte, sowie die Kurzlebigkeit der Batterien, da der Strombedarf relativ hoch war.
Heute gehören auch diese Modelle zu den gesuchten Sammleruhren, welche manche Auktionen bereichern.

      

RATTRAPANTE

sind Chronographen mit Doppelzeiger. Diese haben zwei Chrono-Sekundenzeiger, die durch einen Drücker in der Krone der Uhr oder einen dritten Drücker am Gehäuse in Gang gesetzt werden und durch einen weiteren Druck auf die Chronodrücker einzeln gestoppt werden können.
Auf diese Weise können 2 Ereignisse mit gleichem Startvorgang einzeln gemessen werden.
IWC hat einen limitierten Rattrapante (Doppelchronographen)  für den Deutschen Fussballbund mit einer Auflage von 500 St weltweit aufgelegt.
Auch Breitling hat seit vielen Jahren ein interessantes Angebot an Rattrapante - Uhren.

ROSEGOLD

sehr beliebt im Edelmetallbereich sind momentan Uhren in Rotgoldgehäusen
Bei Roségold handelt es sich um eine Variante von Rotgold. Hier ist der Kupferanteil etwas niedriger als bei Rotgold und der Goldanteil dementsprechend höher. Qualitativ hochwertiges Roségold enthält oft zusätzlich Palladium oder Silber.

 

SCHALTRAD - CHRONOGRAPH

Klassischer Chronographen-Typ, bei dem die Start-, Stopp-, und Nullstellung der Zeiger über ein Schaltrad  gesteuert wird. Diese technisch sehr anspruchsvolle Fertigung wird heute nur noch in seltenen Fällen verwendet. Daher stellen Uhren mit der in den 30er und 40er Jahren relativ verbreiteten Konstruktion heute sehr gesuchte Sammlerstücke dar. Aktuell finden Sie einen sehr schönen Schaltrad-Chronographen in unserem Angebot für  Zenith
 

TOURBILLON

Abraham-Louis Breguet kam auf die Idee, eine Ursache von Gangungenauigkeiten, nämlich den Einfluss der Schwerkraft auf den Schwerpunkt der Unruh, durch eine besondere Vorrichtung zu neutralisieren. Hierbei befinden sich Ankerrad, Anker und Unruh auf einer kleinen Platte in einem sogenannten Drehgestell, einem auf der Welle des Sekundenrades sitzenden Käfig. Wie das Sekundenrad dreht sich nun auch das Drehgestell einmal pro Minute um sich selbst, wodurch eventuelle Lagen- oder Schwerpunktfehler ausgeglichen werden. Aufgrund der inzwischen auch auf konventionelle Weise erreichten hohen Ganggenauigkeiten ist das Tourbillon heute nur noch eine exklusive Luxusbeigabe, jedoch gilt er als Gipfel in der Ausstattung außerordentlich wertvoller Uhren. Wer Tourbillons baut. beschreitet den "Königsweg" der klassischen Uhrmacherkunst. Bei uns finden Sie mit dem Suchbegriff "Tourbillon" eine Zusammenfassung.
Einzelne Angebote auch bei den Marken Bell&Ross, TAG Heuer und Ulysse Nardin. Selbstverständlich bemühen wir uns azch gerne, Ihnen jede gewünschte Uhr zu besorgen, sofern Sie auf unserer Seite nicht zu finden sein sollte.

WASSERDICHT

Eine umgangssprachlich als „wasserdicht“ bezeichnete Armbanduhr ist nie komplett dicht, das heißt vollständig gegen Wassereindrang geschützt, sondern wird  immer der relativen Belastung entsprechend mit den technischen Werten zur Dichtheit bezeichnet.
Allgemein gültig sind hier folgende Standards:
3 bar = 3 atm = 30m bedeutet : Die Uhr hält Wasserspritzer aus
5 bar = 5 atm = 50m bedeutet: Duschen ist möglich
10 bar = 10 atm = 100 m bedeutet: Mit der Uhr kann man schwimmen gehen
20 bar = 20 atm = 200m bedeutet: es handelt sich um eine Taucheruhr
Weitere, höhere Angaben sind damit selbsterklärend.
 

X=U

Ein X für ein U vormachen sollte man als ehrlicher Kaufmann keinem Kunden. Daran haben wir uns in 35 Jahren Tätigkeit  im Segment Markenuhren gehalten und sind gut damit gefahren.
Der Sage nach kommt der Begriff aus den Schänken der alten Römer. Der Wirt notierte die ausgeschenkten Getränke auf einer Kreidetafel, wobei  die römische 5 und der lateinische Buchstabe für „U“ beide als „V“ geschrieben wurden.
Verlängert der Wirt nun die notierte „V“ unbemerkt vom angetrunkenen Gast mit 2 Längsstrichen zu einem „X“ , welches im Latein für die Zahl 10 steht, hat er im Handumdrehen 100% Gewinn gemacht.
Daher sagt man noch heute „ein X für ein U vormachen“, wenn man bemerkt, dass einen der Andere für dumm verkaufen will.

 

YVERDON - Les Bains

 

Am südwestlichen Ende des Neuenburgersees gelegen ist  Yverdon der Ausgangspunkt ins
Val-de-Travers, welches  sich von den Folgen der Uhrenkrise in den 1980er Jahren bestens erholt hat.
In den elf Dörfern des kleinen Tals mit 12 000 Einwohnern gibt es 5500 Arbeitsplätze.
Unter anderem die Manufacture Horlogère ValFleurier in Buttes,  in der für die Richemont-Gruppe Uhrwerke und andere Uhrenbestandteile hergestellt werden.

                                                                                                

 
 

ZEIGER

 

natürlich gehören die Zeiger zu den wichtigsten Bestandteilen einer Armbanduhr, denn was nützt die teuerste Uhr, wenn die Zeit nicht ablesbar ist.
Zwar gab und gibt es nach wie vor auch zeigerlose Uhren - namentlich natürlich Quarz- oder Elektronikuhren die die Zeit digital über Ziffern anzeigen, 
jedoch wird das von den großen und bedeutenden Manufakturen kaum bis garnicht offeriert.
Die Firma Meistersinger hat hier mit ihren Modellen Panghaea, Salthora, Perigraph, usw. eine Ausnahmestellung erreicht und agiert damit ziemlich erfolgreich.
Die Anzeige der Zeit erfolgt bei Meistersinger über einen Minutenzeiger und entweder ein Fenster mit der Stundenanzeige oder eine zusätzliche Scheibe mit Stundeneinteilung. Die Philosophie der "Einzeigeruhr" ist natürlich nicht ganz neu, sondern wurde in den 80er und 90er Jahren von Audemars Piguet mit dem Modell "Philosophe" auf den Markt gebracht. Mit dieser Uhr konnte man davon ausgehen, dass es sich der Träger einer solchen Uhr durchaus leisten kann, nicht minutengenau zu agieren, sondern den Tag nach seinen Wünschen zu gestalten. - Der Erfolg blieb allerdings auch hier im Rahmen.

Für den "normalen" Uhrenaficionado muss eine Armbanduhr wohl (mindestens) 2 Zeiger haben die sich zuverlässig im Kreis bewegen.

ZIFFERBLATT

das Zifferblatt gehört ebenfalls zu den markantesten Teilen der Armbanduhr, insbesondere im Zusammenspiel mit den stilistisch passenden Zeigern.
Da gibt es naturgemäß eine Unzahl von Varianten und Stilen. Auch über das Zifferblatt ergibt sich der höchste Wiedererkennungswert einer Uhr. Da geht es von total reduziertem Strichindex , wie bei vielen Hublot - Uhren bei den Modellen Classic Fusion und Big Bang , bis zu kunstvollst ziselierten, emaillierten oder skelettierten Blättern
Dem menschlichen Geschmack sind da praktisch keine Grenzen gesetzt.