Jaeger-LeCoultre Marc Newson Atmos 568

Die Marc Newson Atmos 568 ist eine Atmos wie man sie kennt und gleichzeitig etwas ganz neues. Das erste, dass einem auffällt, wenn man sie ansieht ist der starke Kontrast zwischen Masse und Leichtigkeit. Oben ist die Uhr Hohl und von Baccarat Kristall umschlossen. Das Werk, welches auf der Rückseite montiert ist, gibt den Anschein zu schweben. Dies verleiht der 568 ihren außer weltlichen Charm. Sie scheint durchsichtig und leicht zu sein und doch massiv. Ein Brocken desselben Kristalls bildet den massiven Sockel. Er ist genauso transparent wie der Rest der Uhr, doch verleiht der Uhr einen kompakten und starken Charakter. 



Die Uhr ist perfekt geometrisch und dennoch erhält man einen interessanten und teils verzerrten Blick auf sie, je nachdem von welchem Winkel man sie aus betrachtet. 
Den Kontrast zwischen Leichtigkeit und massivem Material bekommt man nochmals verdeutlicht, wenn man die Uhr hoch nimmt. Sie ist 26,5cm hoch, 23 cm breit und 14,7cm tief und wiegt fast 9 kg. 
Der Lesbarkeit tut die Transparenz der Uhr nichts ab. Stunden und Minutenindizes sind ein kräftiges Blau und heben sich gut von dem neutralen Hintergrund ab. Doch die 568 zeigt nicht nur Stunden und Minuten an, sondern auch den Monat und die derzeitige Mondphase. Die Markierung für den aktuellen Monat befindet sich bei 12 Uhr und darunter befindet sich eine gut ablesbare Scheibe mit dem Jaeger-LeCoultre Logo und der momentanen Mondphase. Der Mond selbst wird hierbei von dem hellen Metall dargestellt und der passende dunkel blaue Teil stellt den dementsprechenden verborgenen Teil des Mondes dar. Diese Mondphase wird auf 3681 Jahre genau dargestellt welches der Atmos 568 einen kleinen Hauch von Unendlichkeit verleiht. 
Das berühmte Atmos Werk ist auch in dieser größtenteils dasselbe wie es auch schon 1928 verwendet wurde. 
Die traditionelle Atmos ist eine mechanische Tischuhr mit einer sich drehenden Schwungmasse , dem Drehpendel, deren Zugfeder unter Nutzung der Wärmeausdehnung einer dazu geeigneten Flüssigkeit aufgezogen wird. Bei Exemplaren nach 1945 wird als Flüssigkeit das stark auf Temperaturänderungen reagierende Äthylchlorid verwendet, das bei Temperaturänderung auf eine Dose seine Kräfte ausübt. es genügt eine Temparaturschwankung von 1 Grad Celsius um diese Mechanik unbegrenzt laufen zu lassen. 



Die Atmos 568 besteht aus 211 Komponenten, welche durch die Befestigung auf der Rückseite einen schwebenden Eindruck hinterlassen. 
Die Mechanik scheint für eine Atmos sehr traditionell zu sein, jedoch fällt schnell auf, dass die besondere Oberfläche und verwendeten Teile das Design der Uhr abrunden. 
Die hängende Unruh ist bei einer jeden Atmos der Hingucker, doch bei der von Marc Newson designten gilt dies ganz besonders, mit dem besonderen Münzrand und der matten Oberfläche. 
Wenn man die Uhr von oben oder von den Seiten betrachtet fällt einem auf, dass man alle Komponenten sehen kann, die die Uhr antreiben. Es sind fast überall dieselben wie sie auch für eine feine Armbanduhr verwendet werden, nur deutlich größer. Die fein in sich spielenden Zahnräder, die 120 Lagersteine, das Federhaus, die gebürsteten und polierten Platinen. Je öfter und näher man sich diese Uhr betrachtet desto mehr fällt einem auf.  
Das Zusammenspiel von Technik und Design ist in dieser Uhr perfekt aufeinander abgestimmt und fließt ineinander über. 
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