Wissenswertes

AUTOMATIK:
 
Die Armbanduhr mit automatischem Aufzug ist heutzutage bei den meisten Luxusuhren das Werk der Wahl.
Fast alle Hersteller unterhalten eine breite Palette von Armbanduhren mit Automatikwerk.
Hier wird das Werk durch einmaliges aufziehen und dann die tägliche Bewegung des Trägers der Uhr sozusagen „am Leben“ erhalten.
In aller Regel beträgt die sogenannte „Gangreserve“ – nach deren Ablauf die Uhr erneut aufgezogen werden müsste – 36-48 Stunden.

ATMOS:
 

Die ATMOS von Jaeger Le Coultre ist ein Meilenstein der Uhrmacherkunst. Sie ist nicht nur durch ihr markantes Aussehen zu einer der bekanntesten Tischuhren geworden, auch ihre einzigartige Technik begeistert Uhrenliebhaber auf der ganzen Welt. Die Faszination, dass diese elegante und luxuriöse Uhr durch Temperaturschwankungen mit Energie versorgt wird, ist noch immer wirklich verblüffend.

Die ATMOS-Serie raubt einem mit ihrer einzigartigen Idee den Atem, denn in der ATMOS befindet sich ein ganz speziell entwickeltes Gasgemisch welches sich bei Temperaturschwankungen ausdehnt oder zusammenzieht. Genau durch diesen Prozess zieht sich diese Uhr auf ganz natürlich Weise auf, ohne dass man aktiv werden und selbst aufziehen muss.

Die vielen Liebhaber dieses Modells sind besonders durch den komplexen Mechanismus begeistert auch dadurch, dass man das komplexe Werk durch das Glasgehäuse  aus jedem Winkel betrachten kann.


 
BÄNDER:

Das Armband einer Luxusuhr ist einer der wesentlichen Aspekte beim Kauf einer hochwertigen Armbanduhr. Wir wollen Ihnen hier einige Hinweise geben die besonders beim Onlinekauf von Markenuhren wichtig sind. An ein Metallband, sei es nun aus Stahl oder Gold, sind naturgemäß andere Erwartungen zu richten als zum Beispiel an ein Lederband.
Bei einem Uhrenarmband aus Metalll beispielsweise ist besonders darauf zu achten, wie einfach sich die Länge verändern und anpassen lässt, denn der Armumfang ändert sich geringfügig, je nach Klima und Umweltverhältnissen.  Hierzu haben sich die Luxushersteller wie Breitling, TAG Heuer, IWC, und Omega, einige patentierte  Schnellverstellungen einfallen lassen. z.B. durch "einfalten" eines halben Gliedes in die Schließe.
Bei einem Lederband wiederum ist die Frage der Farbe das Hauptkriterium. Danach ist die Frage wichtig,  ob es Kalbleder oder z.B. Krokodilleder sein soll.
Dies sind alles Dinge die es einem ermöglichen seine Luxusuhr etwas individuell zu gestalten. Auch hier haben die großen Uhrenhersteller eine breite Palette von Farben und Materialien in Auswahl.
Insbesondere möchte ich hier IWC erwähnen , die für meinen Geschmack  die schönsten und am hochwertigsten verarbeiteten Lederbänder anbieten.
Das Modell  Big Pilot z. B. ist mit einem extrem widerstandsfesten Büffellederband ausgerüstet welches es in schwarz und braun zu wählen gibt.

Caliber 


 
oder auch Kaliber. Die Frage nach der Bedeutung dieses Begriffes ist eine häufig gestellte.
Das Caliber benennt die vom Hersteller des Uhrwerkes, also einer Manufaktur, dem jeweiligen Werk zugeteilte Bezeichnung , in der Regel eine Zahlen -oder auch Zahlen und Buchstabenkombination.
Für den Hersteller und auch den Uhrmacher ergeben sich daraus die Form und Größe des Werkes, sowie die Zugehörigkeit der zu ersetzenden Teile.
Hier ein kleiner Überblick über besonders berühmte Caliber:
 
Zenith „El Primero“ das berühmteste Chronographenkaliber wurde 1962 von der Manufaktur ZENITH entwickelt und sollte nicht weniger als das beste Chronograohenwerk der Welt werden.Es gab die Varianten 3019 PHC mit Datum und 3019 PHF mit Datum und Mondphase.
Dieses Werk schaffte es modifiziert  im Jahre 1988 sogar bis  in die „Daytona“ aus dem Hause Rolex.
Es wurde dann bis ins Jahr 2000 verwendet und fand seinen Nachfolger im hauseigenen Kaliber 4030, welches bis heute verwendet wird.
 
ETA 2824-2, ein weit verbreitetes und ausgesprochen zuverlässiges Automatikwerk mit Datum. Dieses wird unter anderem in Uhren der Firmen
Certina, Mido, Mühle, Meistersinger, Junghans und Hamilton verwendet.
 
Valjoux 7750 (Automatik-Chronograph) und 7751 (Automatik-Chronograph mit Kalender.
Diese finden oder fanden in der Vergangenheit auch Verwendung in Uhren der Spitzenmarken, wie z.B. IWC, Omega und Breitling 

GANGRESERVE:

 
Einige Hersteller wie z.B. JLC (Jager Le Coultre) oder auch IWC (International Watch Company) haben Modelle mit besonders hoher Gangreserve. Bei JLC ist es z.B. das Modell „Master Eight Days Perpetual“ ,sowie IWC Modell Portugieser 8 Tage , beide mit 8 Tagen, ca. 200 h Gangreserve.
Den aktuellen Zustand der Gangreserve kann man üblicherweise auf einer zusätzlichen Anzeigeskala auf dem Zifferblatt erkennen.

QUARZUHR

 
Die Quarzuhr, deren Einführung für den allgemeinen Gebrauch Anfang der 70er Jahre begann, wurde dann Mitte der 70er zu einer ernshaften Bedrohung der schweizerischen und auch deutschen Uhrenindustrie welche nicht auf den „Quarzzug“ aufgesprungen war.
Zu dieser Zeit waren die Japaner,  insbesondere die Fa. Seiko, die unangefochtenen Marktführer.
Omega und ja, sogar Rolex, Patek Philippe,  und Piaget  , insgesamt 20 Schweizer Firmen  entwickelten  bereits in den 60er Jahren ein eigenes Quarzkaliber mit der Bezeichnung Beta 1 und Beta 2. Dies basierte auf elektromagnetischen Schwingungen. 1969 gingen dann Omega mit dem Modell „Seamaster“, Rolex mit den Modellen Oysterquartz Referenz 5100 „Datejust“ und “ Daydate“ sowie Patek Philippe Referenz 3587, Piaget 14101, sowie eine IWC Da Vinci. Alle diese Modelle nutzten das gemeinsam entwickelte Kaliber Electroquartz Beta 21.
Der Erfolg blieb bescheiden, obwohl die Ganggenauigkeit für die damalige Zeit bei sensationellen 5 sec/Monat lag.
Nachteilig war die erhebliche Größe und Dicke des Werkes, was unweigerlich zu etwas „klobigen“ Gehäusen führte, sowie die Kurzlebigkeit der Batterien, da der Strombedarf relativ hoch war.
Heute gehören auch diese Modelle zu den gesuchten Sammleruhren, welche manche Auktionen bereichern.
      

 
WASSERDICHT:
 
Eine umgangssprachlich als „wasserdicht“ bezeichnete Armbanduhr ist nie komplett dicht, das heißt vollständig gegen Wassereindrang geschützt, sondern wird  immer der relativen Belastung entsprechend mit den technischen Werten zur Dichtheit bezeichnet.
Allgemein gültig sind hier folgende Standards:
3 bar = 3 atm = 30m bedeutet : Die Uhr hält Wasserspritzer aus
5 bar = 5 atm = 50m bedeutet: Duschen ist möglich
10 bar = 10 atm = 100 m bedeutet: Mit der Uhr kann man schwimmen gehen
20 bar = 20 atm = 200m bedeutet: es handelt sich um eine Taucheruhr
Weitere, höhere Angaben sind damit selbsterklärend.
 
X=U
 
Ein X für ein U vormachen sollte man als ehrlicher Kaufmann keinem Kunden. Daran haben wir uns in 35 Jahren Tätigkeit  im Segment  Markenuhren gehalten und sind gut damit gefahren.
Der Sage nach kommt der Begriff aus den Schänken der alten Römer. Der Wirt notierte die ausgeschenkten Getränke auf einer Kreidetafel, wobei  die römische 5 und der lateinische Buchstabe für „U“ beide als „V“ geschrieben wurden.
Verlängert der Wirt nun die notierte „V“ unbemerkt vom angetrunkenen Gast mit 2 Längsstrichen zu einem „X“ , welches im Latein für die Zahl 10 steht, hat er im Handumdrehen 100% Gewinn gemacht.
Daher sagt man noch heute „ein X für ein U vormachen“, wenn man bemerkt, dass einen der Andere für dumm verkaufen will.
 
 
 
YVERDON - Les Bains:
 
Am südwestlichen Ende des Neuenburgersees gelegen ist  Yverdon der Ausgangspunkt ins
Val-de-Travers, welches  sich von den Folgen der Uhrenkrise in den 1980er Jahren bestens erholt hat.
In den elf Dörfern des kleinen Tals mit 12 000 Einwohnern gibt es 5500 Arbeitsplätze.
Unter anderem die Manufacture Horlogère ValFleurier in Buttes,  in der für die Richemont-Gruppe Uhrwerke und andere Uhrenbestandteile hergestellt werden.
                                                                                                
 
 
ZEIGER:

natürlich gehören die Zeiger zu den wichtigsten Bestandteilen einer Armbanduhr, denn was nützt die teuerste Uhr, wenn die Zeit nicht ablesbar ist.
Zwar gab und gibt es nach wie vor auch zeigerlose Uhren - namentlich natürlich Quarz- oder Elektronikuhren die die Zeit digital über Ziffern anzeigen, 
jedoch wird das von den großen und bedeutenden Manufakturen kaum bis garnicht offeriert.
Die Firma Meistersinger hat hier mit ihren Modellen Panghaea, Saltora, Perigraph, Circularis usw. eine Ausnahmestellung erreicht und agiert damit ziemlich erfolgreich.
Die Anzeige der Zeit erfolgt bei Meistersinger über einen Minutenzeiger und entweder ein Fenster mit der Stundenanzeige oder eine zusätzliche Scheibe mit Stundeneinteilung.

Die Philosophie der "Einzeigeruhr" ist natürlich nicht ganz neu, sondern wurde in den 80er und 90er Jahren von Audemars Piguet mit dem Modell "Philosophe" auf den Markt gebracht. Mit dieser Uhr konnte man davon ausgehen, dass es sich der Träger einer solchen Uhr durchaus leisten kann, nicht minutengenau zu agieren, sondern den Tag nach seinen Wünschen zu gestalten. - Der Erfolg blieb allerdings auch hier im Rahmen.
Für den "normalen" Uhrenaficionado muss eine Armbanduhr wohl (mindestens) 2 Zeiger haben die sich zuverlässig im Kreis bewegen.

ZIFFERBLATT: 

das Zifferblatt gehört ebenfalls zu den markantesten Teilen der Armbanduhr, insbesondere im Zusammenspiel mit den stilistisch passenden Zeigern.
Da gibt es naturgemäß eine Unzahl von Varianten und Stilen. Auch über das Zifferblatt ergibt sich der höchste Wiedererkennungswert einer Uhr. Da geht es von total reduziertem Strichindex , wie bei vielen Hublot - Uhren bei den Modellen Classic Fusion und Big Bang , bis zu kunstvollst ziselierten, emaillierten oder skelettierten Blättern wie bsplweise bei Glashütte Original mit den Modellen Senator und Panomatic, mit teilweise sogar asymetrischer Anordnung der Zeiger und Skalen.
Dem menschlichen Geschmack sind da praktisch keine Grenzen gesetzt.